Chaotisch in Chemnitz

In fremden Hallen ist mit den Baskets zurzeit kein Staat zu machen. Nur eine Woche nach dem vielversprechenden Heimsieg gegen Hamburg kassierten die Uni Baskets in Chemnitz mit 53:79 (27:31) eine weitere bittere Auswärtsklatsche.

Ärgerlich war, dass die Paderborner bis 90 Sekunden vor dem Seitenwechsel noch mit 27:26 vorn lagen, ehe sich die Gastgeber die Pausenführung sicherten. Nach ausgeglichener erster Hälfte verlor die Partie im zweiten Durchgang zunehmend an Niveau. Aus Paderborner Sicht wurde es chaotisch, weil Chemnitz in nur vier Minuten über den 45:29-Zwischenstand mit dem 51:35 (jeweils 34. Minute) für die Vorentscheidung sorgte. Diesem Rückstand liefen die Gäste, die ihr Glück mal wieder überwiegend mit Einzelaktionen versuchten, vergeblich hinterher.

Der Rückstand wuchs gar auf 41:65 (33.) an, ehe Rekonvaleszent Georg Voigtmann mit zwei Dreiern in Folge für etwas Licht im Dunkel sorgte. Zur Belohnung durfte der noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte befindliche Center wieder auf die Bank. Seine Teamkollegen machten aber nichts draus, so dass schließlich die bislang zweithöchste Niederlage dieser Saison zu Buche stand.

Bemerkenswert: Die beiden Besten aus dem Hamburg-Spiel, Morgan Grim und Devonte Brown, konnten überhaupt nicht an ihre jüngste Leistung anknüpfen. Brown erzielte zwar 16 Punkte, verlor aber in der zweiten Halbzeit immer mehr seine Mitspieler aus dem Blick. Grim traf nur 17 Prozent seiner Würfe aus dem Feld und schwächelte an der Linie (4 von 10). Auch dadurch konnten die Paderborner die Schwäche zweier Chemnitzer Stammspieler, Michael Fleischmann und Malte Ziegenhagen, nicht zu ihren Gunsten nutzen. Der Ex-Paderborner Fleischmann traf nur einen von neun Würfen aus dem Feld, Ziegenhagen machte es mit 2 von 13 auch nicht viel besser: Es war halt in vielerlei Hinsicht ein maues Match.

Im nächsten Spiel erwarten die Paderborner, die weiter 13. sind, am 27. Januar in der Maspernhalle den Tabellen-14. aus Ulm - mit dem Ex-Paderborner Till Pape.